Ziegentrekking im Langenberger Forst

Was ist Ziegentrekking?

Ziegentrekking ist Wandern in und um den Langenberger Forst mit Ziegen. Dabei geben die Ziegen das Tempo vor – es geht also sehr gemütlich zu.

Für Wandereinsteiger und Familien mit kleinen Kindern empfehlen wir die kleine Tour (1,5 – 2 h) mit max. 5km Wegstrecke. Die große Tour dauert 3 – 3,5 h und umfasst bis zu 7km. Diese Tour kann mit oder ohne Picknick-Pause gebucht werden.

Das Picknick umfasst pro TeilnehmerIn 1 Heiß-/Kaltgetränk sowie wahlweise 1 belegtes Brötchen oder 1 Stück Kuchen. Selbstverständlich können auch Touren nach individuellen Wünschen vereinbart werden. Sonderwünsche zum Picknick gegen Aufpreis.

Wir bitten um Verständnis dafür, dass Hunde nicht mitgenommen werden können. Dies macht die Ziegen nervös, sie sind dann in permanenter Anspannung (Fluchtmodus). Ferner bitten wir darum, nicht die ausgewiesenen Wege zu verlassen, zum einen um die Vegetation zu schützen, zum anderen wegen der Zeckengefahr.

Treffpunkt: Parkplatz

Am Mühlenberg, 25917 Klintum

Bitte an robuste, wetterfeste Kleidung und festes Schuhwerk denken!

Termine nach Absprache

Ziegentrekking im Langenberger Forst

Erwachsene p. P.
Kinder bis 12 J.
Familien / Gruppen bis zu 10 Pers.
kleine Tour (1,5h)

18€

6€

60€

große Tour (3 h)

25€

9€

90€

gr. Tour + Picknick

35€

12,50€

130€

Kleine Tour (1,5H) – Erwachsene p.P. 18€ / Kinder bis 12 J. 6€ / Familien & Gruppen bis zu 10 Personen 60€

Große Tour (3H) – Erwachsene p.P. 25€ / Kinder bis 12 J. 9€ / Familien & Gruppen bis zu 10 Personen 90€

Gr. Tour + Picknick – Erwachsene p.P. 35€ / Kinder bis 12 J. 12,50€ / Familien & Gruppen bis zu 10 Personen 130€

Termin vereinbaren

Einige Betrachtungen über das Wesen der Ziege

Der Eigensinn der Ziege ist sprichwörtlich, ihre Verfressenheit berüchtigt.

Aber wusstest du, dass sie nach oder mit dem Hund zusammen (darüber sind sich die Forscher uneinig) der älteste Begleiter des Menschen ist?

Das erklärt ihre außergewöhnlichen Fähigkeiten, von denen ich dir im Folgenden einige vorstellen werde. Doch warum unterscheidet sie sich dann in ihrem Wesen so deutlich vom Hund?

Ziegen sind soziale Wesen und stehen – das ist die erste Überraschung – in ihrer Verständigkeit sowie ihrer Bindungsfähigkeit Hunden in nichts nach.

Begegnung auf Augenhöhe

Der wesentliche Unterschied liegt darin, dass sie so selbstbewusst sind und den Menschen nicht als „Herrchen“ betrachten.

Die Ziege ist außerordentlich neugierig und wachsam und beobachtet uns bis ins kleinste Detail. Dabei sieht sie oft mehr, als wir ahnen und uns lieb ist, sie durchschaut uns manches Mal besser als wir uns selbst.

Sie betrachtet uns – mit einem Wort – als „Mit-Ziege“.

Mit Glück erhalten wir in der Hierarchie der Ziegen-Herde einen oberen Rangordnungsplatz, den müssen wir uns aber verdienen. Die Ziege spiegelt dir also, wo du stehst.

Doch ganz erbarmungslos ist sie dabei nicht:

Geht es dir mal nicht so gut, kann sie auch sehr einfühlsam sein und dir wie ein Hund tröstend zur Seite stehen. Dann schmiegt sie sich an dich, beknabbert dich zärtlich und muntert dich auf. Denn Ziegen sind – das ist allerdings stimmungsabhängig bei ihnen – auch sehr anhänglich und total verschmust.

Wen das jetzt irritiert, der sollte wissen, dass Ziegen sehr saubere Tiere sind, und die weibliche Tiere sowie die kastrierten Böcke nicht stinken!

Wie gehe ich nun also mit einer Ziege um?

Ziegen lieben Abwechslung. Also biete sie ihnen. Sie lieben ausgiebige Spaziergänge, wo sie Neues entdecken können.

Diese Veranlagung sowie ihr besonderer Charakter prädestinieren sie für Trecking-Touren. Hierbei geht es langsam zu, die Ziegen bleiben ständig stehen, knabbern hier und dort, streiten sich zuweilen, fechten mit viel Energie ihre Rangordnung aus (nicht erschrecken: hierbei geht es oft zur Sache und die Hörner krachen aufeinander…) und fressen sich allmählich einen lustigen Kugelbauch an.

Wenn uns Menschen begegnen, ergibt sich fast immer ein fröhliches Gespräch. Die Menschen sind verdutzt und betrachten die Ziegen eine Zeit lang. Manch einer guckt skeptisch und ich sehe ihm an, dass er meint, ich hätte einen gewaltigen Sprung in der Schüssel, die meisten aber können sich der Faszination dieser bezaubernden und schönen Tiere nicht entziehen. Viele werden ganz weich und es zaubert ihnen ein Lächeln ins Gesicht, mit dem sie nach einer Weile ihren Weg fortsetzen.

Für mich gibt es nichts tiefen-entspannenderes, als den Ziegen beim Weiden zuzuschauen. Und wenn sie es sich dann gemütlich machen, sich zum Wiederkäuen hinlegen und alles gut sein lassen, kommen die Gedanken zum Schweigen. Das ist für mich der pure Frieden. Das erfüllt mich mit meinem eigentlichen Sinn – ja, meinem Eigen-Sinn!

Unsere Ziegen

Unsere beiden Thüringer Waldziegen – eine seltene, vom Aussterben bedrohte alte Milchziegenrasse – haben wir im Juli vergangenen Jahres als vier Monate alte Lämmer bekommen. Die beiden sind Halbschwestern, haben den gleichen Vater.

Thüringer Waldziegen sind sehr robust und kommen gut mit unserem norddeutschen Klima zurecht. Sie haben eine gute Milchleistung, werden aber als Nutztiere auch in der Fleischerzeugung und der Landschaftspflege eingesetzt. Wir schlachten unsere Tiere aber natürlich nicht.

Für uns ist es ein Hobby und die Ziegen gehören zur Familie.

Kitti

Unser kleiner Punk…

Leicht ängstlich und nervös und hat mit ihren hektischen Bewegungen etwas Vogel-artiges. Sie ist drahtig und super-sportlich, liebt klettern und kämpfen (sehr zum Leidwesen ihre großen Schwester), und wenn sie Oberwasser hat, ist sie sehr frech und immer witzig! Fremden gegenüber ist sie scheu.

Sie ist immer wieder gut für Überraschungen; so gibt sie z. B. köstliche Milch, ohne ein Lamm zu haben… Dies ist eigenartig, kann bei Ziegen aber durchaus vorkommen.

Karla

In der Ruhe liegt die Kraft

Karla chillt ihr Leben, sie ist stark und grundsätzlich gutmütig. Allerdings weiß sie genau, was sie will, und vor allem, was sie nicht will…

Sie kann unglaublich stur sein und beklagt sich gerne lauthals. Nur von ihrer kleinen Schwester lässt sie sich erstaunlicherweise auf der Nase herum tanzen. Wir vermuten, dass sie in ihrem früheren Leben ein Nilpferd gewesen sein könnte – denn für Ziegen sehr ungewöhnlich liebt sie Wasser!

Corona-Hinweis

Ich bin zweifach geimpft. Selbstverständlich werde ich aber weiterhin im Präsenzunterricht eine medizinische Maske tragen, wenn der erforderliche Mindestabstand nicht eingehalten werden kann, solange es die Infektionslage vorschreibt.

Regelmäßiges und gründliches Händewaschen versteht sich im Umgang mit empfindlichen Musikinstrumenten ohnehin von selbst.