Waldlauschen im Langenberger Forst

Beim Waldlauschen tauchen wir ein in den Wald – ohne Vorsatz, Programm oder konkretes Ziel. Wir öffnen unsere Sinne und lassen uns führen.

Wie wir uns bewegen, zügig oder gemächlich, oder wann und wo wir verweilen, um Eindrücke in uns aufzunehmen, folgt nur unseren spontanen Impulsen. Dabei nehmen wir stets Rücksicht auf Flora und Fauna und halten uns auf den ausgewiesenen Wegen.

Die schönste Zeit, den Klang und Duft des Waldes zu erfahren, sind die frühen Morgenstunden. Für Frühaufsteher biete ich in den Sommermonaten eine Tour ab 5:00 Uhr an.

Bitte an robuste, warme und regenfeste Kleidung denken!

Termine nach Absprache.

Treffpunkt: Parkplatz

Am Mühlenberg, 25917 Klintum

Von der Lecker Chaussee gegenüber der Nordic Factory in die Waldstraße abbiegen, nicht auf Höhe des Wanger Wegs. Dann ca. 300m geradeaus, an der Weggabel rechts halten, nicht der Waldstr. nach links weiter folgen, sondern den Berg hinauffahren. Oben angekommen befindet sich der Parkplatz.

Kosten: 15,- pro Person

Kinder bis 12 Jahre kostenlos

Waldlauschen – was ist das?

Wir begeben uns in ein Abenteuer – kein Survival oder Geo-Scouting – sondern eine Reise in die Stille, genauer gesagt die Klänge des Waldes.

Wir lauschen in das hinein, öffnen all unsere Sinne für das, was außerhalb unserer Definitionen beziehungsweise über die menschlichen Benennungen hinaus im Wald lebt und sich vielfältig ausdrückt: Die Rufe der Sing- und Beutevögel, der Duft der Moose, Pilze, Flechten und natürlich auch der Klang der verschiedenen Bäume: Der Wind in knorrigen knarzenden Kiefernkronen klingt vollkommen anders als das Rauschen von frischem Buchenlaub.

Douglasien verströmen eine ganz andere Würze als beispielsweise Tannen usw.

Unsere Reise führt uns eigentlich nicht wirklich in die Stille, sondern in den Klang einer anderen Welt. Dies setzt aber voraus, dass wir zu Beginn in unserem Inneren in die Stille gelangen.

Wenn wir es schaffen, uns von den Namen zu lösen, die wir den Dingen zu geben gewohnt sind, offenbaren sich uns diese in ihrem ganzen Wesen. Dann beginnt ein Austausch und wir werden uns wieder bewusst, wie sehr wir Menschen nicht „Herren über die Schöpfung“ sondern ein Puzzle-Teil in einem komplexen, fein aufeinander abgestimmten ökologischen Kosmos sind.

Die Erfahrung

An diesem Punkt, der in wirklicher Tiefe nur in erwartungsfreier Haltung zu erfahren ist, beginnt die Wechselwirkung zwischen dem Wald und dir und er beschenkt dich mit seinem ganzen Reichtum.

Hier hat der Mensch seine Wurzeln. Wenn wir uns dies vergegenwärtigen und uns er-innern, schließt sich der Kreis und wir gelangen in unsere Wachstumskraft.

Wenn du dich auf eine Tour zum Waldlauschen einlässt, erwartet dich keine naturkundliche Führung, genausowenig ein Vortrag über Forstwirtschaft im Wechsel der Jahrhunderte, sondern eine Begegnung mit deiner eigenen inneren Natur.

Die Dinge singen hör ich so gern

Ich fürchte mich so vor der Menschen Wort.

Sie sprechen alles so deutlich aus.

Und dieses heißt Hund und jenes heißt Haus,

und hier ist der Beginn und das Ende ist dort.

Mich bangt auch ihr Sinn, ihr Spiel mit dem Spott,

sie wissen alles, was wird und war;

kein Berg ist ihnen mehr wunderbar;

ihr Garten und Gut grenzt grade an Gott.

Ich will immer warnen und wehren: Bleibt fern.

Die Dinge singen hör ich so gern.

Ihr rührt sie an: sie sind starr und stumm.

Ihr bringt mir alle die Dinge um

Rainer Maria Rilke

Langenberger Forst Impressionen

Corona-Hinweis

Ich bin zweifach geimpft. Selbstverständlich werde ich aber weiterhin im Präsenzunterricht eine medizinische Maske tragen, wenn der erforderliche Mindestabstand nicht eingehalten werden kann, solange es die Infektionslage vorschreibt.

Regelmäßiges und gründliches Händewaschen versteht sich im Umgang mit empfindlichen Musikinstrumenten ohnehin von selbst.